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Defikopter: Drohnen können Leben retten Drucken E-Mail
Freitag, den 23. August 2013 um 18:13 Uhr

 

Ein neuartiges Rettungssystem für den Fall des Plötzlichen Herztodes wurde am 23.August 2013 in Halle vorgestellt. Der gemeinnützige Verein Definetz und das Bielefelder Technologieunternehmen Height-Tech führten den Prototypen einer Drohne vor, die im Ernstfall GPS-gesteuert automatisch einen Patienten erreichen und dort wahlweise landen oder einen Defibrillator absetzen kann.

"Wir alle hoffen und wollen uns nicht unbedingt damit auseinandersetzen, dass wir mit einem plötzlichen Herztod konfrontiert werden können", führte der Pressesprecher der Gerry Weber World, Frank Hofen, in das Thema ein: "Doch die Realität ist, dass in der Bundesrepublik Deutschland pro Jahr rund 100.000 Menschen solch ein Tod ereilt, obwohl vielfach Rettung durch den Einsatz eines Defibrillators möglich gewesen wäre." Der Präsident des gastgebenden Golf Clubs Teutoburger Wald, Udo Hardieck, wies darauf hin, dass es bereits zwei Vorkommnisse gegeben habe und dass auf dem Vereinsgelände auch jetzt schon zwei Defibrillatoren installiert sind: "Wir sind deshalb nicht nur mit dem Thema vertraut, sondern auch solchen Neuentwicklungen gegenüber sehr aufgeschlossen."

Die Vertreter von Defnetz und den die Entwicklung tragenden Unternehmen Height Tech GmbH und Schiller erläuterten das Prinzip des Fluggeräts, das einen Radius von 10 km abdecken kann und mit bis zu 70 Stundenkilometern bei nahezu allen Witterungsverhältnissen einsatzbereit ist. Friedrich Nölle, Schriftführer bei definetz, hatte die Idee zu diesem System und fand im Bielefelder Unternehmer Joseph Metz und dem Schweizer Defibrillatorhersteller Schiller schnell begeisterte Entwickler und sagt: "Bei einer Idee für ein Rettungssystem, das ungehindert durch Staus, verschlossene Schranken oder Umleitungen sein Ziel erreicht, da kommt bei allen Beteiligten Tatendrang auf. Und so dauerte es nur drei Monate, bis der Prototyp des Defikopters heute vorgestellt werden konnte."

Das wichtigste Kriterium bei der Rettung von Menschen, die den plötzlichen Herztod erleiden ist schnelles Handeln. Pro Minute sinkt die Chance auf einen erfolgreichen Ausgang um 10 %. Rettungsdienste sind oft erst nach mehreren Minuten vor Ort und dann ist es für einen positiven Ausgang oft zu spät.

Das Ergebnis dieser Überlegungen ist der Defikopter, eine Drohne, die per Handy-App aktiviert wird und ungehindert durch verstopfte Verkehrswege vollautomatisch zum Ort des Ereignisses fliegen kann. Besonders in weitläufigem eher dünn besiedelten oder schwer zugänglichem Gelände kann mit den Fluggeräten der Einsatz eines Defibrillators binnen kürzester Zeit erfolgen.

Die definetz-Vorsitzende Helga Darenberg erläutert Details des Projekt. Mit auf dem Podium: Holger Köinig, vom Defihersteller Schiller, Ideengeber und Schriftführer Friedrich Nölle, Helga Darenberg, Frank Hofen (Pressesprecher der Gerry Weber World), Joseph Metz (Geschäftsführer der Height Tech GmbH) und der Präsident des gastgebenden Golf Clubs Teutoburger Wald Uwe Hardieck (von links).

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 01. September 2013 um 19:09 Uhr
 

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